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CARSTEN KEMMLING VOR LEO BEYER BEI DER MEISTERSCHAFT DER MEISTER!

22.10.2017 – In den Finalrennen um die Meisterschaft der Meister auf der Alster konnte sich nach hartem, aber stets fairem Wettkampf das Team um den amtierenden J70-Klassenmeister schließlich durchsetzen. Skipper Carsten Kemmling mit Sven Gauter und Dorian Heitzig zeigten über beide Tage eine konstant gute Leistung und sind damit verdiente Meister der Meister!

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Am zweiten Tag der von Dimension Polyant, Pantaenius, Musto und der Hanseboot gesponserten Veranstaltung hat das Wetter erneut gepasst; mit 8-12kn Wind bei blauem Himmel gab es etwas mehr „Druck“ als noch am Samstag, womit den Teilnehmern – die überwiegend mit der J70 nicht vertraut waren – doch einiges abverlangt wurde. Auch der Regen setzte wieder erst am späteren Nachmittag ein, so dass Aussentresen und Terrasse von den auf ihre Rennen wartenden Teilnehmern genutzt werden konnten.

Sportlich bot die Meisterschaft eine in dieser Form und Anzahl lange nicht mehr gesehene Bandbreite: vom Ixylon- und Jollenkreuzersegler über Congermeister bis hin zu Olympiateilnehmern und Bundesligameistern war fast alles vertreten, was im deutschen Segelsport Rang und Namen hat. Alle Rennen verliefen fair und niemand hatte das sprichwörtliche „Messer zwischen den Zähnen“. So gab es an den von ShipShape Yachting gecharterten Booten nur einen Schaden und fast alle hinterlegten Deposits konnten gleich am Sonntagabend erstattet werden.

Besonders spannend für den HSC waren die Rennen 32 und 36 der Vorläufe. Zunächst verwies Jungstar Leo Beyer mit seinem Sieg in einem Superrennen Matchracemeister Max Gurgel ganz knapp auf Platz 2, was für beide HSCer die Finalteilnehme bedeutete. Im letzten Rennen mogelte sich Altmeister Frank Schönfeldt im buchstäblich allerletzten Augenblick noch an zwei Konkurrenten vorbei und konnte so als sechster gerade noch in’s Finale rutschen.

Im kleinen Finale (2x Fleetrace der ersten 6) konnte sich vom HSC dann nur noch Leo Beyer durchsetzen, da Max Gurgel im ersten Rennen wegen eines Regelverstoßes ein „DQ“ einfing und damit chancenlos war. Auch Frank Schönfeldt kam gar nicht recht in Tritt und schied damit aus. So zog Leo in das Finale der besten drei ein, wo J70-Meister Carsten Kemmling und der amtierende Meister Jan-Philipp Hofmann warteten. Allein dieser Einzug in’s Finale der besten drei war mehr, als man von Leo erwarten durfte und wohl auch für ihn selbst eine Überraschung. Für diese tolle Leistung gab es von allen anwesenden Seglern stehende Ovationen!

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Leo Beyer mit seiner Crew Silke Basedow, Anke Lukosch und Luisa Krüger (vLnR)

Aber es war ja noch nicht vorbei: Im Finale schließlich – jetzt bei abflauenden Winden und Dauerregen – wurde es erneut extrem spannend, als Leo im ersten Lauf lange führte. Die Sensation wurde greifbar: sollte der mit 14 Jahren bei weitem jüngste Teilnehmer die Veranstaltung tatsächlich rocken…..? Schließlich setzte sich aber doch die größere Routine von Carsten durch und er gewann den ersten Lauf ganz knapp vor Leo und deutlich vor Jan-Philipp.

Der zweite Lauf brachte – nach einer kurzen Verzögerung wegen eines Bootstausches – dann ein klares Resultat: Carsten und seine Crew gewann deutlich vor Jan-Philipp und Leo. Damit war Carsten – jetzt mit den geforderten zwei Siegen – der verdiente Triumph nicht mehr zu nehmen.

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Carsten Keimling mit Sven Gauter und Dorian Heitzig

Der HSC gratuliert dem 37. Meister der Meister 2017 ganz herzlich!

Auf den Plätzen folgten Leo Beyer als sensationeller zweiter und Jan-Philipp Hofmann auf Rang 3.

Zum logistischen Teil: Umfragen am Samstagabend auf der Seglerparty ergaben, dass sich besonders der Austragungsmodus mit den „umpired Fleetraces“ hervorragend bewährt hat. Dieses Verfahren bietet nach Ende eines Flights bereits eine erste Wertung, die dann im weiteren Verlauf immer „feiner“ wird und schließlich (bei 36 Teilnehmern nach 8 Flights) ein optimales Endresultat für die Ermittlung der Finalisten liefert. Alle Teilnehmer haben so auch am zweiten Tag noch die Chance, sich zu verbessern und müssen nicht am Morgen des ersten Tages frustriert nach Hause fahren, weil sie bereits ausgeschieden sind.

Bei der MdM 2017 konnten 6 Flights – also 36 Fleetraces – durchgeführt werden. Unter den vorherrschenden Bedingungen (Wind, Logistik, Tageslicht) war das absolutes Maximum. Großer Dank dafür gilt der souveränen Wettfahrtleitung unter Tina Buch, der Eventorganisation von Leistungssportvorstand Wolf-Dieter Jahn und vor allem den vielen, ehrenamtlichen Helfern aus dem Club, die durch ihren Einsatz an Land und auf den Booten dieses Event überhaupt erst möglich gemacht haben.

Und schließlich – nicht minder wichtig – der gesellschaftliche Teil: Ein weiterer Vorteil des neuen Formats konnte am Samstagabend beobachtet werden; mit nur einer einzigen Ausnahme waren alle Crews komplett anwesend, um zunächst das tolle Buffet der Gastronomie unter Kai Steinhagen zu genießen und dann bei einer „Spaß-Preisverteilung“ ihre von unserer Bundesligacrew um Skipperin Silke Hahlbrock ausgesuchten, individuellen Preise entgegen zu nehmen. Jedes Team wurde von Moderator-Urgestein Christoph Schumann kurz und humorvoll vorgestellt und dann von allen Konkurrenten bejubelt; Hochstimmung à la Känguruh-Preisverteilung war das Ergebnis („…..und heute ein Preis:……“!). Im Anschluss daran wurde bis spät in die Nacht gefeiert, wie es nur Segler können! Ein hochmotiviertes Crewmitglied, das an dieser Stelle nicht genannt werden soll, übernachtete sogar unbemerkt im Clubhaus – wohl um am nächsten Morgen gleich als erster wieder in’s Geschehen eingreifen zu können?! Mit den gegen Gutschein-Buttons reichlich ausgegebenen Gin-Tonics soll es dem Vernehmen nach keinen Zusammenhang gegeben haben!

Auch auf der abschließenden Siegerehrung war noch die Mehrzahl der Teilnehmer anwesend, um den Worten von Wolf-Dieter Jahn zu lauschen und die Sieger gebührend zu feiern. Aus den Händen von DSV-Geschäftsführer Goetz-Ulf Jungmichel gab es den Dimension Polyant-MdM Cup sowie moderne Preise aus Glas  – ‚mal was anderes als die üblichen Becher – und reichlich edler Champagner von Schirmherr DSV war schließlich das Sahnehäubchen auf einer tollen MdM.

 

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Die drei erstplatzierten Mannschaften der Meister der Meister: Links Jan-Philipp Hofmann mit Crew, in der Mitte Sieger Carsten Kemmling mit seinen Mannen und rechts der zweitplatzierte Leo Beyer mit seiner Damencrew

 

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Der Dimension Polyant Cup für den Meister der Meister!

Fazit: Es war eine überaus gelungene Meisterschaft der Meister „reloaded“, die im kommenden Jahr schwer zu toppen sein wird. Der HSC bedankt sich bei allen Teilnehmern und freut sich schon jetzt darauf, alle in 2018 wieder an der Alster begrüßen zu dürfen!

Abschließend einige am Samstag auf der Party gehörte Zitate von Teilnehmern zur Veranstaltung:

Dirk Loewe (Finn – segelte mit Tochter und Sohn): „Eine Familienparty unter Wettsegelbedingungen!“

Johann-Nicolaus Andreae (Wettfahrtleitung): „Hier begegnen sich Segler, die sonst nie gegeneinander antreten würden – und alle segeln sportlich fair!“

Florian Stock (H-Jolle): „Das Scoring-System ist spitze, weil wir auch morgen noch dabei sind. Außerdem hat die J70 einen Seezaun, da kann ich mich schön anlehnen…..!“

Julian Stückl (Bundesliga): „Die Wartezeiten sind etwas lang – da ist noch Luft nach oben…..aber toll ist, dass wir mit 1-1-4-4 auch morgen noch eine reelle Chance auf’s Podest haben!“

André Budzien (OK-Jolle): „Alles super! 2015 saßen wir hier um diese Zeit mit fünf anderen im Raum und haben uns gelangweilt!“

Max Schuberth (470er): „Es macht einfach Spaß, hier zu sein – ich komme wieder!“

Theodor Bauer (Laser): „Mailand oder Madrid? Ach was, Hauptsache Hamburg!“

Svenja Weger (Laser Radial): „Eine tolle Veranstaltung, super organisiert. Und super aufregend – besonders für meinen Vater, der segelt hier zum ersten Mal eine Regatta mit!“

Tina Buch (Wettfahrtleiterin): „Es macht immer wieder Spaß, Segelsport auf so hohem Niveau zu erleben und dabei viele alte Bekannte auf dem Wasser wieder zu sehen.“

Timmy Kröger (Segelprofi und Offshore-Held): „Top-Format – und die besten deutschen Segler am Start! Nur die Wellen könnten höher sein……“

Wilfried Schweer (15er JK): „Uns gefallen die schnellen Wechsel und dass wir morgen noch nicht nach Hause müssen!“

Carsten Kemmling (J70, Segelreporter): „Alles wunderbar! Viel Spaß, guter Sport, alte Freunde treffen – und ich bin nicht der älteste!“

Jochen „Bürschi“ Halbe (Journalist, Erfinder der MdM): „Was soll ich sagen – MdM reloaded, alles großartig!“

Und schließlich Frank Schönfeldt (Segellegende, Congermeister, Bänkelsänger etc.):

„Never ever war es so gut!“

 

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