IMG_0559

NACH DEM ABSTIEG IST VOR DEM AUFSTIEG….

4.11.2017 – ….hätte Sepp Herberger konstatiert: HSC-Team, lasst die Köpfe nicht hängen – Ihr habt Euch tapfer geschlagen! Nach einem an Spannung kaum zu überbietenden Finale gibt es aus Berlin aus Hamburger Sicht eine gute und eine weniger gute Nachricht:

Der NRV ist mit einer souveränen Leistung zum dritten Mal Deutscher Meister der Vereine geworden – dazu aus dem HSC Herzlichen Glückwunsch! Auch das Bundesligateam des HSC ist phasenweise stark gesegelt und lag oft sogar in Führung, aber am Ende fehlte das nötige Quentchen Glück. Und wenn Murphy erstmal zuschlägt, dann richtig: Gut begonnene Kreuzen gerieten auf dem anspruchsvollen und tückischen Wannsee oft völlig aus dem Takt. Entscheidungen auf den Vormwindgängen erwiesen sich als falsch…..fährt man nach rechts, kommt der Druck von links, fährt man nach links, ist es genau umgekehrt. Jeder Alstersegler kennt das und die daraus entstehende Abwärtsdynamik ist schwer zu durchbrechen. So blieb am Ende nur Rang 17 in der Tabelle und damit der Abstieg in Liga 2. Schade, aber es kommt eine neue Bundesligasaison mit neuen Chancen und Möglichkeiten!

Ein dickes Lob soll hier nicht vergessen werden: Die Live-Übertragung mit den ruckelfreien HD-Bildern von Begleitbooten und von einer immer gut platzierten Drohne war wirklich erstklassig! Toll die Overheads der Tonnenmanöver, auf denen man jede Crewbewegung erkennen und die taktischen Entscheidungen beurteilen und kommentieren konnte. Dazu synchron der stets aktuelle Tracker nebst Listen, kompetente Kommentare ohne überflüssiges Gerede und gut geführte Interviews – so geht Live-Coverage!

Dementsprechend gelungen war das Public-Viewing, auch wenn man sich ein paar mehr interessierte HSCer gewünscht hätte. So blieb es dann eben bei 6 bis 7 Hardcorefans (siehe Foto), die dafür umso intensiver mitgingen……ein kleiner Wermutstropfen zum Schluß: Das offensichtiche Desinteresse gerade auch der jüngeren Segler an der Segelbundesliga ist schon bemerkenswert; interessant wäre, ob sich dieses Phänomen wohl auch in den anderen Ligavereinen abbildet?

Foto: Maik Schubert