Alstersegeln

© Pepe Hartmann

© Pepe Hartmann

Mitten im Herzen der Stadt liegt das Hausrevier des Hamburger Segel-Clubs, die Hamburger Außen-Alster. An ihren Ufern haben sich neben vielen anderen Wassersport-Vereinen auch die Segler ihre Clubhäuser gebaut. HSC Clubhaus und Hafen befinden sich auf der Gurlittinsel, der einzigen Alster-Insel, an der Ostseite der Alster.

Alster-Tricks

Die innenstädtische Bebauung rings um die Alster lenkt die Windströmung oft ab, was für unerfahrene Segler tückisch, und für erfahrene Segler oft überraschend ist. Wer gelernt hat damit umzugehen, kann auf jedem Binnenrevier der Welt segeln.

Bedingt durch Lage und Form der Aussen-Alster läßt sich auf ihr kein normales Dreick für Regatten auslegen. Das wurde früh erkannt und hat dazu geführt, daß die Vereine ihre eigenen Tonnen ausgelegt und sich ein Strickmuster ausgedacht haben, nach dem die Regattateilnehmer den Kurs absegeln. Heutzutage hat man sogar Nummern auf die Tonnen gemalt und diese in die Kurstafeln eingedruckt, früher wurde nur nach den Straßennamen gesegelt, vor denen diese Tonnen lagen. Form und Farbe dieser Tonnen haben hin und wieder für Verwirrung unter neu eingesetzten Alsterdampfer-Kapitänen gesorgt: sie beschwerten sich, wenn diese “Seezeichen” für Regatten verzogen wurden und sie nicht mehr nach ihnen navigieren konnten.

Anreise zu Wasser auf dem eigenen Kiel

Eine Besonderheit des Reviers soll nicht unterschlagen werden: man kann die Alster auch von See her erreichen. Vorausgesetzt, man hat unten im Hafen, beim City-Sporthafen, seinen Mast gelegt und mehrere Leute zum Paddeln dabei, kann das auch sehr spontan geschehen. Anders, wenn man unter Motor die Alster erreichen will: Man muß eine Motorgenehmigung bei der Behörde beantragen.

Wer diese Hindernisse überwunden hat, braucht nur noch vor der Schaartorschleuse zu warten, bis sie geöffnet wird und schleust sich gegen eine geringe Gebühr in das Alsterfleet ein. In gemütlicher Fahrt mitten durch Hamburgs City kommt man zur Rathausschleuse. Nachdem diese passiert ist, muss man nur noch unter dem Jungfernstieg den Kopf kräftig einziehen, dann hat man die Binnen-Alster erreicht. Und nach Passieren der Lombards- und Kennedybrücke kann der Mast gestellt werden und man hat sein Ziel, die Außenalster erreicht.