BOOTSMANNSKAMMER WIRD HAFENBÜRO

18.02.2016 – Wer erinnert sich noch…..….an Hannes Schrage?

Genau! Hannes – für uns Jugendliche damals in den 70ern respektvoll „Herr Schrage“ – war der Vorvorvor….Vorgänger von Ole und sein Reich war die Bootsmannskammer; da hat er nur die wirklich folgsamen und braven Mitglieder reingelassen. Man konnte – einmal drin – dort aus einem umfangreichen Sortiment von eisernen Beschlägen etwas passendes auswählen, alles nach Dienst mit dem Magneten aus dem Hafen gefischt und fein säuberlich mit Silberbronze „auf neu“ getrimmt. Bezahlt wurde mit einem Obulus in die „Witwen- und Waisenkasse“, dessen Höhe recht unterschiedlich ausfallen konnte, je nach Stimmungslage. Wer erinnert nicht diesen markanten Geruch, so ein Gemisch aus Farbe, Teer und Mariacron, der in der stets überheizten Hafenkammer herrschte!? Ja, Hannes war ein echtes Urgestein und wie alle Urgesteine hat ihn dann irgendwann die See heimgeholt.

Heute regiert Ole im Hafen und sein Büro (Kammer trifft es nicht mehr) wurde nun standesgemäß hergerichtet. Wahrscheinlich waren die diversen Farbschíchten und Kleckse auf dem Boden noch von Hannes persönlich aufgebracht. Jetzt ist das alles Geschichte und einer modernen, rustikalen (selbstgebauten) Einrichtung gewichen, die sich sehen lassen kann! Mal schauen, ob sich auch das alte Prinzip des beschränkten Zugangs für Nicht-Befugte (siehe oben) wieder herstellen lässt; im Interesse der guten Stimmung und reibungsloser Abläufe wäre es allemal.

PS: Der nun vorherrschende, ebenfalls wieder leicht ätherische Geruch rührt übrigens von der Holzlasur her – alles garantiert bio!

Foto: Pepe Hartmann, Text: Andreas Borrink