DIE ERSTE SAISON IN STICKENHÖRN

27.08.2015 – Viele Segler kennen den Yachthafen Stickenhörn nur als Übernachtungsplatz für die Kanalpassage, doch hat er einiges mehr zu bieten! Ein Erfahrungsbericht nach der ersten Saison in Stickenhörn.

Der HSC möchte gern für die Fahrtensegler einen Stützpunkt an der Ostsee schaffen, um auch dort einen ähnlichen Service wie in Wedel aufzubauen. Die Wahl fiel auf den Kieler Hafen Stickenhörn am Westufer der Kieler Förde, gleich hinter der Ausfahrt des Nord-Ostsee-Kanals. Zur Zeit liegen hier 5 Schiffe unter dem HSC-Stander, u.a. die „RubiX“. Für mich war es die erste Saison dort und ich muss sagen: ein toller Hafen. Ich kann jedem, der einen Liegeplatz an der Ostsee sucht, nur empfehlen, sein Schiff dort hin zu legen und die Gruppe der HSCer zu verstärken!

Wer den Yachthafen von Land aus sucht, fährt vermutlich zunächst daran vorbei, ist die Einfahrt zwischen den Hallen des englischen Yachtclubs und der Werft Rathje doch ziemlich schwer zu finden.

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Der Yachthafen hat, obwohl unscheinbar, logistisch einiges zu bieten:

Eine Bushaltestelle unmittelbar vor dem Hafen (in ca. 30 Minuten vom Kieler Hauptbahnhof erreichbar, Schilksee und Strande in 15 bis 20 Minuten), danach noch 2 Minuten zu Fuß. Einen Motorenservice für fast alle Fabrikate bietet die Firma MWA (Friedrichsort), die Yachtwerft Rathje steht mit Helgen und Kran zur Verfügung; Winterlager ist hier möglich. In Friedrichsort und Pries stehen diverse Versorgungsmöglichkeiten in der Nähe zur Verfügung (Rewe, Sky, Lidl, Aldi, Famila, Bäckereien, Tankstelle an der B 503 und in Holtenau …). Beim Hafenmeister stehen Leihfahrräder bereit, welche für eine Spende von 1 € (für die DGzRS) zum Brötchenholen ausgeliehen werden können. Die Sanitäreinrichtungen unterhalb vom Hafenmeisterbüro sind frisch renoviert und in erstklassigem Zustand und W-Lan steht im gesamten Hafen mit guter Abdeckung kostenfrei zur Verfügung.

Das Segelrevier Kieler Förde bedarf keiner weiteren Erläuterung, darum hier nur wenige Anmerkungen:

Beim Einlaufen in die Kieler Außenförde von See kann witterungsbedingt eine ziemliche Welle stehen. Dieses Phänomen ist nach Passieren der Friedrichsorter Enge, der Grenze zur Innenförde, kaum mehr vorhanden. Selbst bei kräftiger Brise ist ein Segelausflug in der Innenförde meistens noch möglich. Zum Bergen der Segel bei viel Wind bietet es sich an, vor die vor wenigen Jahren erbauten Hochhäuser neben der Schleuse Holtenau zu fahren; sie bieten fantastischen Windschutz. Die Einfahrt zum Yachthafen ist Tag und Nacht problemlos. Die Liegeplätze sind zur Förde hin durch eine hohe Betonmauer geschützt und durch die Hanglage von Friedrichsort sehr windgeschützt. Schwell ist im gesamten Hafen nur selten vorhanden und meistens selbsterzeugt. Im gesamten Yachthafen gibt es keinen öffentlichen Weg!

Am 11. November wollen wir uns mit allen Stickenhörn-Liegern im HSC zu einem Erfahrungsaustausch treffen und Liegeplatzinteressenten Rede und Antwort stehen. Unsere Stickenhörn Informationen sind jetzt auch wieder im Internet auf der HSC-Seite im Bereich Fahrtensegeln verfügbar. Die offiziellen Seite der Sporthafen Kiel GmbH als Hafenbetreiber findet Ihr unter www.sporthafen-kiel.de. Wichtig ist für alle, die ihr Schiff nach Stickenhörn legen wollen, dass der Liegeplatzantrag jedes Jahr neu (!) bis zum 31.01. bei der Sporthafen Kiel GmbH eingegangen sein muss.

Für Rückfragen stehen die Stickenhörner an jedem Clubabend im HSC gern zur Verfügung. Wenn Euch der Törn in die Kieler Innenförde führt, schaut doch auf Eurem Weg in die Ostsee mal vorbei; wir Stickenhörner würden uns sehr freuen!

Es grüßt Euer Fahrtenobmann

Armin Nave