„DUCK“ ODER „TACK“? – HALBZEIT BEI DER MDM!

26.10.19 – An einem Tag mit idealem Segelwetter – Südwest 15-25kn und strahlender Sonnenschein bei spätsommerlichen 18°C – konnten bei der Meisterschaft der Meister auf der Alster 24 Einzelrennen (je 8 Boote) in 6 Flights gesegelt werden.

Alle Crews kamen mit den J70 gut bis sehr gut zurecht und die Entscheidung, ohne Gennaker zu segeln, führte zu dem erwünschten Effekt: auch die Crews mit weniger Erfahrung mit dem anspruchsvollen Handling dieser Segel konnten vor dem Wind recht gut mithalten. Das bildet auch der Zwischenstand ab; unter den Top 8 finden sich u.a. die Meister in den Klassen Pirat, Europe und Contender, in denen es keine Gennaker gibt – ganz vorn Zugvogel-Meister Alexander Morgenstern, der seine beiden Titel (KZV und SZV) ganz ohne buntes Segel errang!

Die Crew (alle <12) von Mats-Ole Krüss (2.v.r., Teeny-Meister): „Geil, wir waren nicht letzter!“

Auf dem Wasser gab es faire Rennen mit wenigen Penalties, die – von wenigen Ausnahmen abgesehen –  klaglos hingenommen und ausgeführt wurden, was für die hohe Professionalität der Teilnehmer spricht. In den Regatten noch als Konkurrenten unterwegs, konnte man gleich nach den Rennen freundschaftlich und mit einem (natürlich alkoholfreien) Getränk in der Hand das Geschehen Revue passieren lassen und bei unterschiedlichen Regelauffassungen Klarheit schaffen.

„Protest!“ – heute eher die Ausnahme

Für die Anekdote des Tages sorgte HSC-Vorsitzender Daniel Baum (Elb-H-Jolle) mit seiner internationalen Crew. Sie erreichen an der Kreuz die Bb-Layline, Taktiker Lamberto (Italien) ruft „Tack!“, Steuermann Daniel (Deutschland) versteht „Duck!“, schmeisst das Groß los und fällt ab, um einem nicht vorhandenen Wegerechtboot auszuweichen……hier muss noch an der Crew-internen Kommunikation gearbeitet werden!

v.l.n.r.: Lamberto („tack!“), Daniel („duck!?“) und Jan (hä?) haben Spaß und liegen auf Platz 14

Am morgigen Sonntag wird zunächst die Vorrunde so weit zu Ende gebracht, wie es die Bedingungen erlauben; dann starten gegen Mittag die Halbfinalläufe und schließlich das Finale. Alle sind gespannt, ob sich die Routiniers schließlich durchsetzen können oder ob es wieder einen Überraschungssieger gibt wie im letzten Jahr, als die reine Frauencrew um Theres Dahnke das Finale spektakulär für sich entscheiden konnte.

mit smoothen Manövern auf Rang 2: unsere Bundesliga-Damen

Vorjahressiegerin Theres Dahnke (Rang 11) mit ihrer (Damen-) Crew liegt im Mittelfeld – da ist noch Luft nach oben

Für eine lustige Tanzeinlage sorgten die Damen aus Berlin, die den frisch gebackenen Ligameister VSaW vetreten. Auch auf dem Wasser bestachen sie mit eleganten und schnellen Bewegungsabläufen – mit diesem Team wird noch zu rechnen sein!

Dancing Queens – Bild anklicken und los geht der Tanz!

Ein nachdenklicher Max Gurgel (Rang 8) – heute zunächst kein Glück und dann kam noch Pech dazu……aber mit deutlich aufsteigender Tendenz!

 

Hier die Zwischenergebnisse!

Text: Andreas Borrink, Fotos: Pepe Hartmann (Titel), Andreas Borrink