FRÜHJAHRSTÖRN 2016 – RUND ÆRÖ UND ALS

10.05.2016 – Ein schöner Frühjahrstörn der HSC- Fahrtensegler über Høruphav, Dyvig, Assens, Faaborg und Marstal. Armin Nave berichtet: 

Am 29.04.2016 hatten sich die Crews von 5 Schiffen mit 18 Seglern zum gemeinsamen Essen im Jugendhaus des Kieler Yachtclub eingefunden. Unser ehemaliger Schatzmeister Sven Herlyn war extra aus Hamburg angereist, da er mit seiner Yacht leider nicht teilnehmen konnte.

Die Anreise der Elbsegler war buchstäblich in’s Wasser gefallen; es regnete dauerhaft. Am Samstagmorgen ging es dann endlich bei schwachem Südwest los in Richtung Høruphav. Unterwegs kam noch die „Marginda“ von der Schlei hinzu. Später folgten noch die „Ildfuglen“ und die „Ette“, so dass insgesamt 8 Schiffe am Frühjahrstörn teilnahmen.

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Das Wetter besserte sich zusehends, die Sonne kam hervor, der Himmel klarte auf. In Horuphav liefen wir bei strahlendem Sonnenschein ein. Die Anlegemanöver wurden vorbildlich gefahren, die Leinenarbeit war perfekt.

Dass ein Boot nicht auf festen Boden verankert ist, stellte unser Fahrtenobmann fest. Beim Übersteigen auf den Steg verlor er das Gleichgewicht und ging baden. Dank getragener Schwimmweste kam er gleich wieder an die Oberfläche und schwamm zum Heck des eigenen Bootes.

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Die Sanitäranlagen in Horuphav wurden letzten Winter aufwendig saniert und präsentieren sich nun in der Luxusklasse.

Am nächsten Tag war die Kleidung wieder trocken und es konnte weiter gehen; es ging in die Dyvig. Vor der Klappbrücke Sonderburg kamen wir zu spät und mussten 45 Minuten warten. Anschließend kreuzten einige Boote den Kanal hinauf bis in die Dyvig. Hier folgte ein ausgedehnter Grillabend bei bester Stimmung und strahlendem Sonnenschein.

Am Montagmorgen liefen wir erst um 11.00 Uhr aus, der Schlag nach Assens war überschaubar. Bei zuvor vom Wetterdienst angesagten 2 Windstärken blieb es nicht, es wurden 3 bis 4. Zumindest die Windrichtung passte wieder, er kam raumachterlich.

Nach dem Anlegen erkundeten einige Crews das von vielen geschmähte Assens mit seinem Industrie- und Werfthafen. Da die Altstadt erst nach dem Umwandern des Werfthafenbeckens erreichbar ist, sind die Entfernungen groß. Zudem ist der Blick auf einen großen Werftbetrieb mit mehreren Schwimmdocks nicht jedermanns Sache. Dass die Stimmung trotzdem gut war, ist auf den Fotos ersichtlich.

Am Dienstag ging es dann weiter nach Faaborg. Der Däne (www.dmi.dk) hatte Nordwest mit 3-4, abnehmend 2 vorhergesagt, also passend.

Wie so häufig, der Däne hatte Recht. Das Wetter begann mit leichtem Regen, ab Mittag wurde es trocken und die Sonne kam hervor. Zeitweise wurden die Yachten von Tümmlern begleitet. Pünktlich zum Einlaufen in den malerischen Stadthafen von Faaborg waren die Segel wieder trocken, die Segelanzüge ebenfalls. Es folgte am Abend ein gemeinsamer Umtrunk an der Räucherei des Fischhändlers vor dem Steg.

Das Fässchen, es war das letzte, wurde gestiftet vom HSC / Fahrtenobmann. Am Mittwoch folgte ein herrlich ruhiger Hafentag vor der wirklich traumhaften Kulisse der Altstadt von Faaborg.

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Eine kleine Gruppe wanderfreudiger Segler machte Faaborg unsicher und suchte ein Restaurant für den gemeinsamen Clubabend aus (wir haben wohl alle Restaurants aufgesucht). Wie so oft im Leben, first idea is best, wurde das ‘Spisehuset‘ ausgewählt. Es liegt nahe dem Hafen, so dass jeder Skipper seine Mastspitze noch sehen konnte.

Nach einem tollen gemeinsamen Essen im Restaurant Spisehuset fanden sich die Segler wieder vor der Räucherei ein. Es folgte die traditionelle Skorbutprophylaxe. „Be Happy“ hatte Orangen und die obligatorische Profipresse mitgebracht, der fehlende Katalysator war tagsüber in Faaborg organisiert worden. Im Ergebnis ein gelungener Hafentag bei bestem Ausflugswetter, da waren sich alle einig. Am Abend trafen sich einige Oldtimerfans im Hafen und präsentierten ihre Schätzchen…

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Am Donnerstag ging es dann, wie geplant, weiter in Richtung Marstal. Das Wetter war wieder super. Der Däne hatte schwach umlaufenden Wind vorhergesagt. Nachdem die Schiffe um 09.00 Uhr ausgelaufen waren, verteilten sie sich in der dänischen Südsee. Fast jede Crew hatte einen anderen Kurs abgesteckt. Nach einem tollen Segeltag mit vielen Schwachwindphasen trafen sich die Crews am Abend erneut zur gemeinsamen Skorbutprophylaxe beim Kanuclub von Marstal.

Am nächsten Tag ging es dann nach Kiel / Strande zurück. Der Däne (www.DMI.dk) hatte wieder passenden Wind aus Ost mit 3-4 Bft, später zunehmend 5 Bfr vorhergesagt, also keine unlösbare Aufgabe. Es wurde eine schnelle Reise!

Der Frühjahrstörn klang mit einem gemeinsamen Essen im Jugendhaus des Kieler Yachtclubs aus.

Was bleibt? Die Erinnerung an eine tolle Woche mit anfänglichem Regen und später sehr sonnigen Wetter. Es wurde unter den Crewmitgliedern viele Informationen ausgetauscht und manch weiterer Törn besprochen. In fast jedem Hafen saßen wir abends bei bester Stimmung zusammen und haben das eine oder andere Fässchen geleert, gegrillt, geklönt oder uns der vitaminreichen Gesunderhaltung hingegeben.

Bedingt durch die schwachen und teils umlaufenden Winde konnten die Crews zum Saisonbeginn das Rigg ausgiebig testen sowie Taktik- und Trimmkenntnisse wieder auffrischen.

Es bedarf keiner weiteren Erwähnung, dass es allen sehr viel Spaß gemacht hat!!

Aus eigener Erfahrung möchte ich allen Wassersportlern dringend anraten, eine Schwimmweste auch bei guten Wetterbedingungen zu tragen und hierbei auf den Vortrag *Medizin auf See* im Clubhaus verweisen. Die meisten Crews sind nur zu zweit unterwegs und ein Mensch im Wasser ohne Schwimmweste ist praktisch unauffindbar ….

Statistik: ab / bis Strande wurden ca. 180 sm gesegelt.

Mast und Schotbruch und eine tolle Saison…

Euer Fahrtenobmann

Armin Nave