SOMMER LIGHT IN NIENDORF

12.09.2016 – Es war mal wieder soweit, Entenjagd in Niendorf. Die Meldeliste versprach 15 Meldungen mit teilweise bunt zusammengewürfelten Crews.  Tatsächlich kamen dann dreizehn Fiven aus dem Norden zur einzigen Ranglistenregatta in Deutschland mit echtem Strand-Feeling.

Doch wo war der Strand? Findige Wasserbauer hatten im Frühjahr die Bucht ausgebaggert und den Sandstrand fast vollständig entfernt. Dadurch wurde das Slippen der Boote schon zum Abenteuer, denn nach kurzen Verhohlen der Boote parallel zum Ufer, konnte die Ruderanlage erst in der Fahrrinne eingesetzt werden, – das führte gerade bei den böigen Winden am Sonnabend zu ein paar Showeinlagen, – besonders eindrucksvoll John, der ohne Ruderanlage und ohne weiteres Personal an Bord (Markus war beim Einsteigen rausgefallen) quer über das Fahrwasser auf den Strand trieb… Georg und Dirk spielten dann Fährmeister und brachten Markus zu seiner Yacht.

Mit kurzer Verspätung wurden dann die Rennen angeschossen und es konnten am Sonnabend vier Kurzwettfahrten gesegelt werden. Die Up- and Downs wurden im Outerloop neben der Bahn für die Open Bic ausgelegt, so das die Wettfahrtleitung mit nur einem Start- und Zielschiff beide Klassen nahezu parallel bedienen konnte.

Der teilweise böige Wind mit bis zu 22 Knoten würfelte besonders im Hinterfeld die Boote durcheinander und diverse Crews machten Bekanntschaft mit der leicht temperierten Ostsee. Um die Spannung hoch zu halten, verhakte sich unsere Fockschot im 3. Rennen auf dem finalen Downwinder in der Halse mit dem Spibaum, so dass der sicher geglaubte Sieg im Wasser mit einem 6. Platz endete!!! Da aber bis zu 8. Rennen ausgeschrieben waren, konnten wir auf den Streicher hoffen.

Samstagnachmittag im Anschluss an die Rennen, gab es dann den inzwischen legendären Fullservice der SGJ, erst Kaffee-und Kuchenbuffet, im Anschluss wurde Abends dann gegrillt und dank der geräumigen Zelte konnte der Sonnabend beim Bier und netten Gesprächen in Ruhe ausklingen.

Sonntagmorgen dann endlich Sommer, strahlender Sonnenschein, aber nur leichter Wind. Das machte uns Kopf zerbrechen und führte aber bei den leichteren Crews zu deutlich entspannteren Gesichtern. Es wäre kein Sommer Light, wenn sich das Wetter gehalten hätte, denn pünktlich zum Abschluss der siebten und letzten Wettfahrt zog noch eine Regenfront durch und versüßte den meisten Booten den Rückweg an den Strand.

Zurück an Land wieder der oben schon beschriebene Service der SGJ, Kuchen, Salate und Getränke und das alles gegen eine kleine Spende für die Jugendabteilung, brachten die notwendigen Kalorien für ein zügiges Abbauen der Boote.

Die anschließende kurzweilige Preisverteilung wurde altersgemäß mit den 505ern (warum eigentlich) begonnen und Dank der großzügigen Sponsoren konnte jeder auch noch nützliches Equipment mit nach Hause nehmen, nur die Enten für die letzten fehlten diesmal …

505er_ziel
Im Ziel: Das siegreiche Boot mit Jürgen Anton und Schotten Stefan Worm

Alle 505er die nicht dabei waren, haben eine tolle handgemachte Veranstaltung mit entspannter Wettfahrtleitung, kurzer Anreise zur Bahn, Schlafen am Strand, lecker Frühstück, Abendessen und Kuchen und freundlichen, hilfsbereiten Regattahelfern – also einfach ein super Regattawochenende in einem netten Club verpasst.

Vielleicht finden nächstes Mal wieder ein paar mehr Boote aus Berlin, Hamburg, und Niedersachsen an die Ostsee.

Der Chronistenpflicht folgend noch die Ergebnisse:

  1. 9144, Jürgen Anton / Stefan Worm
  2. 8825, Micha Troch / Birgit Hartmann
  3. 8988, Georg Mittermayer / Dirk Barteldt

alle weiteren Ergebnisse s. Ergebnisliste der SGJ

Jürgen
505er, 9144

Ps. Erfreulich, aus HSC Sicht, auch der 1. Platz von Xaver Ludwig Plümer im O’Pen Bic