Der letzte Teil des Heinz-Kettler-Cups führte uns zum ersten Mal über die deutsche Grenze. Im Royal Yachtclub Warche in Bütgenbach in Ostbelgien wurde das Finale der inklusiven Regattaserie ausgetragen.
Vor Ort wurden wir herzlich von den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern des Clubs empfangen. Beim ersten Blick auf das Segelrevier staunten wir allerdings nicht schlecht: „Der See ist ja klein!“ war unser erster Gedanke.
Am nächsten Morgen wurde um 10 Uhr das erste Rennen angeschossen – und unsere Zweifel am Regattarevier waren schnell zerstreut. Kurze, aber durchaus kräftige Böen aus mehreren Richtungen machten die Wettfahrten zu einer echten Herausforderung.
„Wer auf der Alster segeln kann, kann überall segeln.“
Dieser oft etwas überspitzt formulierte Spruch hatte in Bütgenbach tatsächlich ein Fünkchen Wahrheit. Der Umgang mit schnellen Drehern, kleinräumigen Böen und durch die Topografie abgelenkten Winden ist etwas, das wohl jeder Alstersegler kennt. Auf dem Bütgenbacher See kam uns diese harte Schulung auf unserem Heimatrevier zugute.
Konsequent die Dreher mitzunehmen und unserer Strategie zu folgen, brachte uns viele gute Platzierungen. Am Ende sicherten wir uns mit nur zwei Punkten Rückstand auf das norwegische Siegerteam Salto die Silbermedaille.
Mit diesem Ergebnis erreichten wir auch in der Gesamtwertung des Heinz-Kettler-Cups, den zweiten Platz und freuen uns schon auf die nächste Saison.
Stephanie Brix und Dirk Thalheim