KLASSIKER DER KLASSIKER

10.08.2015 – Die HAMBURG SUMMER CLASSICS im HSC sind das Highlight für alle Segler und Zuschauer, die alte Holzboote lieben; eine herrliche Regatta! Teilnehmer/innen wie Besucher waren auch in diesem Jahr wieder voller Bewunderung für die hölzernen Schönheiten. 

Zum  „Klassiker der Klassiker“ kamen 52 elegante Boote, alle mindestens 25 Jahre alt und mit traditionellen Materialien und Techniken aus Holz gebaut. Die Kür toppte die 103 Jahre alte Sonderklasse-Yacht „Tilly XV“ vom Starnberger See, gebaut in der Hamburger Werft von Hacht für den Bruder von Kaiser Wilhelm, Prinz Heinrich (ja, der mit der Mütze). Diese wirklich bemerkenswerte Yacht wurde – nach vielen „updates“ zur High-Tech Rennziege – Ende der 90er-Jahre wieder komplett auf ihren Auslieferungszustand zurückgebaut; sogar die Beschläge sind nun wieder aus verzinktem Eisen, wie es damals Standard war!

Die größten Klassen stellten in diesem Jahr die Drachen, H-Jollen, Piraten, O-Jollen und Hansa-Jollen. Alle vier Wettfahrten wurden direkt vor dem HSC-Steg gestartet und nach dem bei uns so beliebten Känguruh-Prinzip gesegelt.

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Die „Tilly“ während der 2. Wettfahrt auf der Alster

Der Sonnabend ließ es windmässig erstmal langsam angehen; eine Wolkendecke versteckte zunächst die Sonne und der Wind kam erst während der ersten Regatta in Fahrt. Nicht zu viel, doch gerade richtig. Am Sonntag zeigte sich Hamburg dann von der sonnigen Seite. Ein Traum für viele, die formschönen Boote im Sonnenlicht über die Alster gleiten zu sehen.

Über Alles gewonnen hat Lebenskünsteler und „Barfuß-Segler“ Manfred Götz mit seiner Chiemsee-Plätte, worüber sich wohl ausnahmslos alle Konkurrenten gefreut haben. Letztes Jahr ist er bei viel Wind noch gekentert, aber in diesem Jahr herrschten einfach seine (Chiemsee-)Bedingungen und niemad konnte ihn wirklich gefährden. Schon erstaunlich, wie schnell man mit so einem eigentlich für den Fischfang gedachten Boot segeln kann. Herzlichen Glückwunsch, Manfred!

Zweite wurden Detlef Huss und Ariane Claas mit ihrer Schweriner Einheitsjolle und den dritten Platz belegte Vorjahressieger Claas Würdemann auf einer O-Jolle.

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Die drei Erstplatzierten genehmigen sich einen Siegerschluck Champagner aus dem Siegerpokal

Für Zuschauer und Holzboot-Fans war das Regatta-Geschehen perfekt vom Steg hautnah zu erleben. Zwischen den Wettfahrten konnte man die Boote an den Liegeplätzen oder am Steg bewundern, mit den Eignern schnacken und ein wenig in die jeweilige Boots-Historie eintauchen. Fazit: Die Summer-Classics sind ein Event der Extraklasse!

Ergebnisse

Bildergalerie

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