Saisonauftakt am Möhnesee 
Mit der DuDa (der beim HSC stationierten RS Venture Connect) am Haken, machten wir uns auf den Weg zum Saisonauftakt des Heinz Kettler Cup am Möhnesee.
Die Organisation und Gastfreundschaft des Yachtclubs Möhnesee waren hervorragend. Besonders hervorzuheben war die Verpflegung durch den Kastellan, die keine Wünsche offen ließ.
Die Windbedingungen stellten uns vor einige Herausforderungen: Von Gewitterböen bis hin zu absoluter Flaute war alles dabei – lediglich der erhoffte gleichmäßige Mittelwind ließ auf sich warten. Trotz begrenzter Trainingsmöglichkeiten im Vorfeld des Spieltages gelang uns ein guter Einstieg in die Saison. Wir erarbeiteten uns solide Startpositionen, trafen häufig die richtigen strategischen und taktischen Entscheidungen und konnten diese erfolgreich in den Manövern umsetzen.
Beim letzten Rennen konnten wir nach einem verpatzten Start allerdings keine Position mehr gut machen und landeten auf dem fünften Platz. Dennoch reichte es am Ende für einen starken dritten Platz in der Gesamtwertung des Spieltages.
Zweiter Spieltag in Sassnitz – IDM vor Rügens Küste
Im August führte uns der zweite Spieltag des Heinz Kettler Cups nach Sassnitz auf Rügen. Die Regatta war zugleich die Internationale Deutsche Meisterschaft und fand im Rahmen der ersten Austragung des SailGP in Deutschland statt.
Vor der beeindruckenden Kulisse der Rügener Kreidefelsen erwarteten uns an zwei Tagen perfekte Segelbedingungen.
In fast allen Rennen durften wir uns direkt mit den favorisierten Teams messen.
Der Einstieg in die Regatta fiel uns zunächst etwas schwer. Ein Frühstart sowie eine Tonnenberührung kosteten uns wertvolle Plätze. Am zweiten Tag fanden wir jedoch  in unseren Rhythmus, steigerten unsere Leistung deutlich und konnten den Anschluss an die topgesetzten Teams der IDM herstellen. Insgesamt beendeten wir die Regatta mit einer Platzierung im soliden Mittelfeld.
Finale auf der Alster
Der letzte Spieltag der Inklusiven Segelserie fand auf heimischem Revier statt und wurde vom HSC ausgerichtet. Am ersten Tag machte uns erneut die Flaute einen Strich durch die Rechnung – bei null Knoten Wind war an Regattasegeln nicht zu denken.
Am zweiten Tag zeigte sich die Alster von ihrer anspruchsvollen Seite: Zum guten Grundwind gesellten sich plötzlich einfallende Böen von teils bis zu 20 Knoten. Diese Bedingungen erforderten höchste Aufmerksamkeit und schnelle Reaktionen an Schoten und Streckern. Mehrere brenzlige Situationen und Kenterungen im Feld führten dazu, dass Whiskey am Startschiff gehisst wurde und ab dann der Gennaker unter Deck bleiben musste.
Nach dem letzten Rennen rechneten wir mit einem sechsten Platz. Umso größer war die Verwunderung, als in der Ergebnisliste zunächst ein DNC für uns auftauchte. Offenbar waren wir im vorletzten Rennen „mit Tarnkappe“ unterwegs gewesen und vom Startschiff nicht erfasst worden. Glücklicherweise bestätigten die Mitstarter unsere Teilnahme und Platzierung, sodass aus dem DNC mit sieben Punkten letztlich ein zweiter Platz wurde.
Damit belegten wir an diesem Spieltag Rang sechs und konnten uns in der Gesamtwertung der Inklusiven Segelserie über einen dritten Platz freuen.
Zum Abschluss bedanken wir uns herzlich beim Hamburger Segelclub für die Unterstützung während der gesamten Saison. Wir hoffen sehr, auch 2026 wieder die Gelegenheit zu bekommen, für den HSC an den Start gehen zu dürfen.
von: Steffi Brix, Dirk Thalheim

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