Nach drei Jahren mit stetig wachsenden Meldezahlen geht die ESST 2027 konsequent den nächsten Schritt in Richtung internationalen Spitzensports und schreibt den ELBMIRAL’S CUP aus. Für alle, denen die Einreise nach Großbritannien zu kompliziert ist, gibt es jetzt auch eine Teamwertung auf der Elbe. Ein Team besteht aus einem Bigboat (Yardstick unter 100) und einem Smallboat (Yardstick 100 oder mehr), jedes Boot bringt seine drei besten ESST-Ergebnisse ein. Die Millionen für Carbonboote kann man sich sparen – oder, wie ORC-Europameister Bertil Balser so schön sagt: „Geil! Endlich mit der S-Bahn zum Cup-Segeln fahren!“
Die goldenen Zeiten, als auf der Unterelbe die großen Admiral’s-Cup-Kampagnen entstanden, als der Senatspreis 200 Boote auf der Meldeliste hatte und als die Sommer noch richtige Sommer waren, sind längst vorbei. Dachte man jedenfalls.
Seit 2024 bündelt die Elbe Super Sailing Tour sechs Yardstick-Regatten auf der Unterelbe zu einer gemeinsamen Jahreswertung, alle mit Start oder Ziel am Hamburger Yachthafen. Sieben Vereine ziehen dabei an einem Strang: ASV HH, BSC, HSC, NRV, SCOe, SCU und SVAOe. Die Wettfahrtorganisatoren stimmen sich eng ab und am Jahresende gibt es einen Ranglistengewinner. Das Resultat: 2024 standen 96 Boote in der Rangliste, 2025 schon 102, und 2026 sind es sogar 108.
Im August 2026 tauchten dann im Hamburger Yachthafen in Wedel auf einmal Flyer und Plakate auf, die an das legendäre Sex-Pistols-Cover aus den Siebzigern erinnerten: „Never Mind The Solent, here comes the …“ – dazu ein QR-Code, der auf eine Website führte. Die zeigte einen Countdown und brachte wöchentlich neue Hinweise, verriet aber noch nicht, worum es eigentlich ging. Gelöst haben das Rätsel trotzdem ein paar Leute, zum Beispiel Matti Pleßmann, Segelmacher von der Elbe und inzwischen beim America’s-Cup-Team Alinghi. Er kommentierte auf Instagram knapp: „Elbmiral’s Cup!“
In der Nacht vor der Pagensandregatta und damit vor dem Start in die zweite Saisonhälfte der ESST wurde dann die Kampagnenseite freigeschaltet: Der ELBMIRAL’S CUP war da.
Lange wusste man das Cup-Segeln bei den Engländern in guten Händen. Aber dann haben sie jahrelang pausiert, und als sie 2025 wieder zum Cup riefen, war nicht ein Folkeboot auf der Bahn. Deswegen holt die ESST mit dem ELBMIRAL’S CUP die Idee zurück an die Elbe, nur ohne Millionen. Ein Team besteht aus zwei Booten: einem Bigboat mit Yardstick unter 100 und einem Smallboat mit Yardstick 100 oder mehr. Das ist ausdrücklich gewollt – die Teams sollen sich weiter vernetzen, eben auch mit Booten, die nicht auf der üblichen Konkurrentenliste stehen und mit denen häufig schon ein guter Austausch besteht.
Gesegelt wird ganz normal die ESST-Saison: SCU-Regatta, Glückstadtregatta, SVAOe Elbe Cup, Pagensand-Regatta, Senatspreis und SVAOe Elbe Ausklang. Von jedem Boot zählen die drei besten Ergebnisse – wer nicht alle sechs Regatten schafft, ist also trotzdem dabei.
Die Punkte beider Boote ergeben zusammen die Teamwertung, das beste Team gewinnt den ELBMIRAL’S CUP. Ein angemessener Pott muss über den Winter noch gefunden werden, aber dank der Unterstützung von Haspa und Pantaenius ist das notwendige Budget vorhanden.
Das Startgeld liegt bei 20 Euro pro Boot. Die offizielle Meldung ist ab dem 1. Januar 2027 über Manage2sail möglich. Einchecken geht schon jetzt auf elbmiralscup.com – wer noch kein Buddyboot hat, findet eins in der Partnerbörse. Neun Einträge gibt es dort bereits, darunter schon fünf Teams.
Damit ist die ESST auf dem besten Weg zur internationalen Rangliste. Der Antrag beim Weltseglerverband dürfte ein Selbstgänger werden.
Stimmen von der Elbe
„Wollt ihr jetzt auch so’n Cup machen?“ – Daube, Wettfahrtleiterlegende von der Elbe
„Für Strömung und Großschifffahrt brauche ich nicht in den Solent.“ – Petrus, Admiral’s-Cup-Teilnehmer
„Wie alt seid ihr eigentlich?“ – Lars‘ Freundin, Lehrerin
ELBMIRAL’S CUP 2027 – Das Wichtigste in Kürze
• Was: ELBMIRAL’S CUP – Teamwertung innerhalb der Elbe Super Sailing Tour (ESST) 2027
• Veranstalter: ESST, getragen von ASV HH, BSC, HSC, NRV, SCOe, SCU und SVAOe
• Regatten: SCU-Regatta, Glückstadtregatta, SVAOe Elbe Cup, Pagensand-Regatta, Senatspreis, SVAOe Elbe Ausklang
• Teams: je ein Bigboat (Yardstick unter 100) und ein Smallboat (Yardstick 100 oder mehr), gerne aus verschiedenen Vereinen • Wertung: die besten drei ESST-Ergebnisse je Boot, zusammengezählt fürs Team; das beste Team wird „Elbmiral“
• Startgeld: 20 € pro Boot, fällig bei der Meldung
• Meldestart: 1. Januar 2027 über Manage2sail
• Einchecken und Buddyboot-Suche: ab sofort in der Partnerbörse auf elbmiralscup.com
• Unterstützt von: Haspa und Pantaenius
Pressekontakt: Björn Sandkamp, bjoern@elbregatten.de, 0175 721 60 64
Bildmaterial: Logo und Plakatmotive anbei.
Hinweis an die Redaktionen: Der Text darf frei gekürzt und angepasst werden. Über einen Link zu elbmiralscup.com freuen wir uns.






