Am Morgen mit grauem Himmel gestartet, sind wir bei Sonnenschein in Flensburg angekommen, um uns auf der Werft von Robbe & Berking die schönen Yachten aus Holz – jetzt noch in den Hallen – bis ins Detail erklären zu lassen und ja, uns zu freuen, dass es so wunderschöne Linien gibt. Wir hatten uns den ganzen Tag dafür reserviert. Und das hat sich gelohnt. Denn nicht nur die Boote warten auf die Segler, sondern das der Werft angeschlossene R&B-Museum hat ebenso eine imposante Bibliothek in seinem Yachting Heritage Centre zur Segelgeschichte vorzuzeigen.

Wir, das ist wie wir uns selbst nennen „die Rentnergang“, die sich regelmäßig zum Klönschnack im HSC trifft und auch die Beete am Clubhaus pflegt.

Schöne, große Hölzer, Mahagoni und Teak, fein säuberlich gestapelt, warten auf die Verarbeitung. Ein Holzmast, 26 m lang, wird überholt. Eine Yacht der 12er Konstruktionsklasse, der Eigner ist Schotte und hat es sich nicht nehmen lassen, dem Rumpf seiner Yacht ein Schottenmuster zu geben, speziell eben.

Auf dem Hof, im kalten Licht der Wintersonne steht aufgebockt eine 12er mit Namen „Grete“. Das Schiff hat fünf Jahre auf Grund gelegen, wurde von der Werft geborgen, nach Flensburg transportiert und soll von Grund auf wieder restauriert werden.

Überhaupt die klassischen 12er!

Es ist sicher so, wie ein Regatta-Segler eines 12er meint: „Wenn mit modernen Klassen Regatta gesegelt wird, ist das Boot nur ein Sportgerät, ein Mittel zum Zweck. Bei einem 12er ist das anders, hier haben wir es mit echten und wunderschönen Schiffen zu tun“. Wer will da widersprechen!

      

Bericht: Doris Eilrich
Bilder: Karin Krugler-Felsch

Weitere Artikel