Charity Event „Alle an Bord“ im Hamburger Segel-Club

Am 26. März 2026 luden der Hamburger Segel-Club (HSC) und Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. (WsW) gemeinsam mit Stefanie Stoltzenberg-Spies, Strasburger Kreise, zu einem besonderen Charity-Abend in das Clubhaus an der Alster ein. Das Ziel: finanzielle Mittel gewinnen, um die inklusiven Segelangebote auf der Alster dauerhaft abzusichern und den barrierefreien Umbau des 69 Jahre alten Hamburger Segel-Clubs auf den Weg zu bringen. Gäste aus dem Sport, der Hamburger Politik und Wirtschaft sowie Sportler*innen aus dem inklusiven Wassersport folgten der Einladung. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Hamburger Saxophonistin und Sängerin Anne La Sastra, die den Abend stimmungsvoll begleitete.

Inklusives Segeln auf der Alster – Zahlen, die bewegen

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Bernadette Zipfel, Vorständin Leistungssport des HSC, und Sven Jürgensen, Vorsitzender von WsW. Gemeinsam präsentierten sie den aktuellen Stand der inklusiven Angebote auf der Alster – und machten deutlich, wie groß der Bedarf und wie drängend die Herausforderungen sind.

In Deutschland leben 7,9 Millionen schwerbehinderte Menschen – neun Prozent der Bevölkerung. 91 Prozent der Behinderungen entstehen durch Krankheiten im Laufe des Lebens. Von rund 87.000 Sportvereinen bieten gerade einmal 6.300 Angebote für Menschen mit Behinderungen an – nur sieben Prozent. Der HSC und WsW sind hier Leuchttürme und mit der Initiative Inklusive Alster und ihren Partnern auf dem richtigen Weg, um das zu ändern.

Auf der Alster erreichen die Programme von HSC und WsW bereits über 150 Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen nachhaltig – wöchentlich bis 14-täglich – von den Schulsegelkursen der Bugenhagenschule über Segelkurse für sehbehinderte und blinde Kinder bis hin zu individuellen 1:1-Angeboten für schwerstbeeinträchtigte junge Menschen. Diese Angebote dauerhaft zu finanzieren, ist eine der zentralen Herausforderungen. 2026 kommen weitere Projekte hinzu: das Heinz Kettler Inclusive Youth Sailing Team Germany, die Erweiterung des Bugenhagenschul-Programms auf rund 50 weitere Kinder sowie neue 1:1-Segelkurse.

Hochkarätige Podiumsrunde

Im Anschluss folgte eine lebhafte Podiumsrunde unter der Moderation von Pieter Wasmuth, dem ehemaligen Generalbevollmächtigten von Vattenfall für Hamburg und Norddeutschland. Auf dem Podium diskutierten:

Christoph Holstein, Staatsrat für Sport der Freien und Hansestadt Hamburg und einer der zentralen politischen Köpfe hinter Hamburgs Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele; Mareike Miller, Paralympics-Siegerin 2012 in London im Rollstuhlbasketball, langjährige Kapitänin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, Fahnenträgerin bei den Paralympics in Tokio 2020, Mitglied der DOSB-Athletenkommission und Ende 2025 als erste aktive paralympische Athletin in das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes gewählt – sowie Mitglied im Präsidium von Athleten Deutschland e. V.; Johannes Ludwig, dreifacher Olympiasieger im Rennrodeln – Gold mit der Teamstaffel 2018 in Pyeongchang, Doppel-Gold im Einsitzer und in der Staffel 2022 in Peking – und leidenschaftlicher Segler, dessen Lebensmotto „Focus on Ice – Passion on Water“ die zwei Pole seines Lebens beschreibt; Martin Blüthmann, Herausgeber des Stadtsportmagazins „sporting hamburg“ und Mitherausgeber des inklusiven Sonderhefts „sporting inklusiv“ in Leichter Sprache; sowie Stefanie Stoltzenberg-Spies, Juristin, Netzwerkerin und Inhaberin der Strasburger Kreise in Hamburg, die als Mitinitiatorin des Charity-Abends und mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Organisation von Charity-Veranstaltungen und Vernetzung von Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Sport die Brücke zwischen gesellschaftlichem Engagement und inklusivem Sport schlug.

Bewegender Moment: Spende der Alexander Otto Sportstiftung

Für einen besonderen Moment des Abends sorgte Rando Aust, Vorstandsvorsitzender der Alexander Otto Sportstiftung: Er verkündete vor den Gästen die Förderung eines barrierefreien WC- und Duschcontainers für den HSC – im Rahmen des Programms „104 Projekte für 104 Stadtteile“, mit dem die Stiftung im Zuge der Hamburger Olympia-Bewerbung insgesamt eine Million Euro an Hamburger Vereine und Schulen vergibt. Ein starkes Signal für den inklusiven Sport an der Alster.

Die Inklusive Alster – das inklusivste Wassersportrevier Deutschlands

Der Abend machte einmal mehr sichtbar, was auf der Alster gewachsen ist: Mit sechs Partnerclubs – dem Hamburger Segel-Club, Wir sind Wir Inclusion in Sailing, dem Segel Verein Altona-Övelgönne, dem Hamburger Kanu-Club, dem Ruderverein an den Teichwiesen und dem Hamburger Segel-Verband – bildet die Inklusive Alster das inklusivste Wassersportrevier Deutschlands. Vertreterinnen und Vertreter der Partnerclubs waren an diesem Abend ebenfalls vor Ort.

Ein Motor für Teilhabe – und ein Abend im Zeichen der Spiele

Dieser Abend war mehr als eine Benefizveranstaltung. Die Botschaften und der inklusive Segelsport auf der Alster sind eine wunderbare Werbung für gelebte Teilhabe in unserer Gesellschaft. Sie zeigen, was möglich ist, wenn Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam auf dem Wasser unterwegs sind – und können ein Motor sein, diesen Gedanken weit über die Alster hinaus zu tragen.

Auch im Zeichen der Hamburger Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele setzte der Abend ein kraftvolles Signal. Am 31. Mai 2026 stimmen die Hamburgerinnen und Hamburger im Referendum über die Bewerbung ab. Was an der Alster bereits Wirklichkeit ist – Sport, Inklusion und Gemeinschaft auf Augenhöhe –, ist genau der Geist, den eine Olympiastadt braucht.

Staatsrat Christoph Holstein

Nächstes Highlight: Tag des Inklusiven Segelns am 5. Mai

Weiter geht es bereits am 5. Mai 2026: Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung veranstalten der HSC und WsW den Tag des Inklusiven Segelns – Pro Paralympics auf der Alster. Ein kraftvolles Zeichen für Sichtbarkeit und Teilhabe, direkt im Herzen Hamburgs.

Begleiten Sie uns!

Die inklusiven Angebote auf der Alster wachsen – und mit ihnen der Bedarf an Unterstützung. Ein Schulsegelkurs für 15 bis 20 beeinträchtigte Kinder und Jugendliche kostet rund 15.000 Euro im Jahr, ein Inklusionssegelboot vom Typ RS Venture Connect etwa 40.000 Euro, ein individueller 1:1-Segelkurs rund 5.000 Euro jährlich. Hinzu kommen erhebliche Investitionen für den barrierefreien Umbau des HSC – von Steganlagen über Umkleiden bis zur energetischen Sanierung des Clubgebäudes.

Werden Sie Teil dieser Bewegung – für eine inklusive Alster und einen Sport, der alle mitnimmt. Alle Mittel werden zu 100 % für inklusive Projekte verwendet.

Spendenkonto für inklusive Segelprojekte:

Bank: Sparda-Bank Hamburg

IBAN: DE51 2069 0500 0001 1160 00

Kontoinhaber: Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V.

Kontakt:

Dr. Bernadette Zipfel, Vorständin Leistungssport HSC – leistungssegeln@hsc-hamburg.org

Sven Jürgensen, Vorsitzender WsW – sven.juergensen@wir-sind-wir.org

Fotos zum Download: Fotos auf Flickr ansehen © Pepe Hartmann

Weitere Informationen:

www.hamburger-segel-club.de | www.wir-sind-wir.org | Inklusive Alster

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