Alsterglocke

Die Alsterglocke findet 2022 am 22. Oktober statt.

Ausschreibung, Meldung und Ergebnisse 2022

Wissenswertes und Geschichte

Die Alsterglocke wurde als Fun-Regatta 1984 von Claus Krogmann und Robby Rottmann ins Leben gerufen und freut sich seither über ständig wachsende Beliebtheit. Nicht nur bei Seglern, sondern auch bei den Medien vom Rundfunk über das Fernsehen bis hin zu Zeitungen und dem Internet. Sie ist im ganzen Bundesgebiet bekannt und weit darüber hinaus. Oft kopiert, aber nie erreicht. An teilnehmenden Seglern zählt sie zu den größten regelmäßig stattfindenden Regatten.

Segler sind gemeinhin Leute, die in ihrem Boot sitzen, auf dem Wasser mit dem Wind ihre Bahnen ziehen und gelegentlich per Hand die Stellung ihrer Segel optimieren, um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Ab und hin, wenn der „Bach“ nicht sehr ausgedehnt ist, wie die Hamburger Außenalster, heißt es „klar zur Wende“, oder bei einer  Bö von Achtern haut es einem den Baum um die Ohren – dann kommt Bewegung in die Crew.

Bei der Alsterglocke ist weitaus mehr Bewegung als üblich gefordert. Der Hamburger Segel-Club ruft alljährlich gegen Ende der Segelsaison zum fröhlichen Hüpfen auf der Alster. In jedem Jahr nehmen etwa 90 Boote teil mit mehr als 500 Seglern und 250 Gästen aus ganz Norddeutschland. Nein, die sitzen nicht alle gleichzeitig auf den Booten: Alle Schiffe, unterschiedlichster Klassen, bringen jeweils zwei komplette Crews mit. Hat ein Dickschiff (eines mit Kiel und Kuchenbude) normal fünf Segler an Bord, so müssen laut Alsterglocken-Regel zehn anrücken, und nach vorgeschriebenen Segelrunden am Steg – ohne festzumachen und in kaum verminderter Fahrt, gewissermaßen im fliegenden Wechsel – ist die Crew auszutauschen.

Man stelle sich vor: 10 Boote oder mehr preschen gleichzeitig steil auf den Steg zu, man sieht ihn schon in zwei Teile zerbersten, dann – kurz vor der Bande – reißt der jeweilige Steuermann das Ruder herum, stellt das Boot in den Wind, um die Fahrt etwas aufzustoppen, und nun beginnt das Spiel:

Die auf dem Boot befindliche Mannschaft springt unter Gejohle von Bord (beim Dickschiff über den „Seezaun“), einer nach dem anderen hüpft, schliddert, schlingert, plumpst in Richtung Steg, die auf dem Steg stehenden versuchen dasselbe gleichzeitig in die andere Richtung zu unternehmen,  nämlich auf das Boot zu gelangen.

Manch einer landet liegend quer, beißt am Schiff in die gegenüberliegende Bank, wickelt sich in die Tampen (Seile), landet blind im Segel, eingehüllt und ohne Orientierung, rutscht gleich in die Kombüse weiter – und andere, die versuchen sich in Ballettdisziplinen, legen Spagate ungeahnter Spannweite hin, wenn ein Bein partout auf dem Steg bleiben will, das andere aber schon an Bord ist und der Kahn weiterdüst.

Tja, und dann passiert auch, dass man baden gehen kann! Weil es denn so lustig ist, hat der eine oder andere seine Bierflasche mit Strohhalm trinkbereit im Brustbereich seines Anoraks stecken und taucht nun ab mit allem (auch dem gurgelnden Handy) in das kühle Alsternass. Was vorher das Bier war, ist nun der Grog.

Bei fast jeder Alsterglocke gibt es mehrere Segler, die schwimmend dem Boot hinterher hecheln, und bei einfallenden Böen legen sich oft mehrere komplette Mannschaften mitsamt ihrem Schiff in die Alster. Schwimmend ist die Alsterglocke allerdings nicht zu erringen, die will schon ersegelt sein.

Wanderpreise

Alster-Glocke

gegeben 1984 von Heinz-J. Rottmann und „Klaus Krogmann-Erinnerungspreis“, gegeben 2002 von Walter Behrens über den HSC für das nach berechneter Zeit schnellste Schiff. Ewige Wanderpreise.

Jumbo-Pott

gegeben 1985 von Manfred Weiß über den HSC für das nach berechneter Zeit schnellste „Dickschiff“. Ewiger Wanderpreis.

Gurlitt-Becher 1

gegeben 1999 und 2007 vom HSC für das nach berechneter Zeit schnellste Schiff der Gruppe 1. Ewiger Wanderpreis.

Gurlitt-Becher 2

gegeben 1999 und 2007 vom HSC für das nach berechneter Zeit schnellste Schiff der Gruppe 2. Ewiger Wanderpreis.

Gurlitt-Becher 3

gegeben 1999 und 2007 vom HSC für das nach berechneter Zeit schnellste Schiff der Gruppe 3. Ewiger Wanderpreis.

Gurlitt-Becher 4

gegeben 1999 und 2007 vom HSC für das nach berechneter Zeit schnellste Schiff der Gruppe 4. Ewiger Wanderpreis.

Rüssels Napf

gegeben 2006 von Hilke Reuter über den HSC für das nach berechneter Zeit den Platz der Mitte erreichte Schiff, im Zweifel nach oben gerundet. Ewiger Wanderpreis.

First Ship Home

gegeben 2012 von der Fa. Gerhard D. Wempe KG über den HSC für das nach gesegelter Zeit schnellste Schiff. Ewiger Wanderpreis.

Horst Reuter Gedächtnis Preis

gegeben 2013 von Hilke Reuter über den HSC für den besten Drachen. Ewiger Wanderpreis.

Es gibt viele Möglichkeiten ein Boot zu verlassen oder zu entern

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Der einfachste Weg: Ein kühner Sprung

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Der sicherste Weg: Auf allen Vieren

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Die elegante Variante: Der Spreizer

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Wie beim Kunstturnen: Der Spagat

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Auch eine Möglichkeit: Mehr hoch als weit

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Die Bugkorb Variante eins: Die volle Breite des Stegs nutzen und dann klammern

© Pepe Hartmann-8520Bugkorbvariante zwei: einfach durch den Korb klettern

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Der Sprung des letzten Augenblicks

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Eine häufig angewandte Möglichkeit: Irgendwie wird es schon gehen

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Die nasseste Möglichkeit: Der Hänger