Hamburg Summer Classics

An der Oldtimer-Regatta im Herzen Hamburgs und Pflichtveranstaltung für Liebhaber klassischer Holzboote, nehmen Jollenkreuzer, Hansa-Jollen, H-Jollen, Drachen, Folkeboote, Schwertzugvogel, Piraten, Flying Dutchman, O-Jollen, Korsare und andere schöne Boote teil. Die Alster wandelt sich zu einem aktiven Museum von alten Holzrümpfen, Gaffelsegeln und Sonderklassen. Pro Bootsklasse darf die Anzahl der Schiffe die zehn nicht überschreiten. Gesegelt werden 4 Wettfahrten. Wie auch bei der jeden Mittwoch beim HSC stattfindenden Afterwork-Kult-Regatta (Känguruh), wird auch hier mit dem sogenannten „Känguruh-Start“ gesegelt. Das bedeutet, das langsamste Boot startet zuerst und dann alle weiteren Boote jeweils mit berechnetem Abstand und das schnellste zuletzt. Dadurch ist die Reihenfolge des Zieleinlaufs zugleich die Platzierung in der jeweiligen Wettfahrt. Es werden jedes Jahr etwa 170 Segler auf 60 Booten erwartet.

Ausschreibung, Meldung und Ergebnisse 2022

Wanderpreise

alle Wanderpreise sind wenn nicht anders beschrieben ewige Wanderpreise.

Glasenuhr

gestiftet von der Firma Gerhard D. Wempe KG für das punktbeste Boot aller Wettfahrten.

2016 Stefan Stefula, SRV
2017 Manfred Götz, SRV
2018 Claas Würdemann, SLRV
2019 Julius Hahne, BSC
2020 Dirk Frischmuth, HSC
2021 Jochen Brecht, HSC

Das Steuerrad

gestiftet 1999 von Dr. Kurt Fischer und Horst Räderscheidt für das optisch schönste Boot (instbesondere Details).

2016 Stefan Stefula, SRV
2017 Dirk Grah, SCTOe
2018 Hinnerk Bodendieck, SVAOe
2019 Lena Post
2020 Bernd Metz, YKN
2021 Christoph Laengericht, HSC

Ladies-Preis

gestiftet von Klaus Leithner für die beste Stuerfrau.

2016 Christiane Bruhns, NRV
2017 Claudia Gerwien, SGB
2018 Christiane Bruhns, NRV
2019 Christiane Bruhns, NRV
2020 nicht vergeben
2021 nicht vergeben

Horst-Reuter-Erinnerungspreis

gestiftet 2012 von Jürgen und Gabriele Grand, für den/die jüngste(n) Steumann/-frau

2016 Julius Hahne, BSC
2017 Linus Janßen, HSC
2018 Julius Hahne, BSC
2019 Lena Post
2020 Julius Hahne

Alsterpreis H-Jollen-Halbmodell

gestiftet von Bruno Reitmann für den ersten Leidtragenden.

2016 Claas Würdemann, SLRV
2017 Claas Würdemann, SLRV
2018 Claas Lehmann, NRV
2019 Kersten Weichbrodt, SVAOe
2020 Kaspar Stubenrauch, NRV
2021 Christian Fischer, SSV

Sundance-Teller

gestiftet 1999 von Gabriele und Stefan Hoppenau für das punktbeste Ehepaar.

2016 Christiane und Sönke Bruhns, NRV
2017 Thomas Körner und Heide Kerschbaumer, UYC
2018 Christiane und Sönke Bruhns, NRV
2019 Christiane und Sönke Bruhns, NRV
2020 Adriane Hempe und Klements Bernd
2021 Angela und Johannes Frahm, HSC

Bobby-Reich-Erinnerungspreis

gestiftet von A. und H. Sämann für das beste Boot Baujahr 1930-1939

2016 Dirk Frischmuth, HSC
2017 Tommy Loewe, HSC
2018 Uwe Peters, TSVS
2019 Dirk Frischmuth, HSC
2020 Dirk Frischmuth, HSC
2021 Tommy Loewe, HSC

Kielbolzen

gestiftet vom Schiffshandel Baum & König für das schnellste Boot Baujahr 1951 und älter.

2016 Dirk Frischmuth, HSC
2017 Tommy Loewe, HSC
2018 Andreas Borrink, HSC
2019 Daniel Baum, HSC
2020 Dirk Frischmuth, HSC
2021 Daniel Baum, HSC

Bild HSC-Clubhaus

gestifet vom Hamburger Segel-Club für das schnellste Boot der 1. Wettfahrt.

2016 Stefan Stefula, SRV
2017 Nils Schildt, BSC
2018 Claas Lehmann, NRV
2019 Julius Hahne, BSC
2020 Dirk Frischmuth, HSC
2021 Jochen Brecht, HSC

Bild HSC-Steg mit I-Jollen

gestiftet vom Hamburger Segel-Club für das schnellste Boot der 2. Wettfahrt.

2016 Erich Walther, SGH
2017 Manfred Götz, SRV
2018 Claas Würdemann, SLRV
2019 Julius Hahne, BSC
2020 Dirk Frischmuth, HSC
2021 Wolf-Dieter Jahn, HSC

HSC-Luftfoto

gestiftet vom Hamburger Segel-Club für das schnellste Boot der 3. Wettfahrt.

2016 Dirk Frischmuth, HSC
2017 Erich Walther, SGH
2018 Andreas Borrink, HSC
2019 Christiane Bruhns, NRV
2020 Jochen Brecht, HSC
2021 Jochen Brecht, HSC

Kurt-Schmischke-Bild

gestiftet 2009 von Sigrid Nettesheim (NRV) für das schnellste Boot der 4. Wettfahrt.

2016 Stefan Stefula, SRV
2017 Andreas Jungclaus, HSC
2018 nicht vergeben
2019 Daniel Baum, HSC
2020 Dirk Frischmuth, HSC
2021 Daniel Baum, HSC

I-Jollen-Halbmodell

gestiftet vom Manfred Jacob für das schnellste Boot des 2. Drittels.

2016 Horst Kaiblinger, WYC
2017 Timo Stockdreher, BSC
2018 Karin Baatz, HSC
2019 Alexander Eulenburg, HSC
2020 Lutz Baum, SCW-R
2021 Stefan Zeyse, HSC

Elbe-Preis

gestiftet 2000 von Wolfgang Schaake für das punktbeste Boot von der Elbe. Bei gelichzeitigem Gewinn der „Gasenuhr“ Übergabe an den Nächsten.

2016 Manfred Jacob, SVAOe
2017 Manfred Jacob, SVAOe
2018 Julius Hahne, BSC
2019 Julius Hahne, BSC
2020 Manfred Jacob, SVAOe
2021 Manfred Jacob, SVAOe

Gaffel

gestiftet von Jens Ruppert (NRV) für das schnellste Gaffelschiff über alles.

2016 Daniel Baum, HSC
2017 Tommy Loewe, HSC
2018 Daniel Baum, HSC
2019 Daniel Baum. HSC
2020 Tommy Loewe, HSC
2021 Daniel Baum, HSC

Latten-Bruno-Preis

gestifet vom der H-Jollen-Vereinigung für die beste Alt-H-Jolle

2016 Erich Walther, SGH
2017 Tommy Loewe, HSC
2018 Claas Lehmann, NRV
2019 Kersten Weichbrodt, SVAOe
2020 Tommy Loewe, HSC
2021 Jens Ruppert, NRV

Piratenschwert

gestifet 2000 von Kurt O. E. Schulze (EYC) für den besten Piraten.

2016 Julius Hahne, BSC
2017 Timo Stockdreher, BSC
2018 Andreas Borrink, HSC
2019 Julius Hahne, BSC
2020 Julius Hahne, BSC
2021 Benjamin Frahm, HSC

UBS-Albenpokal

gestiftet 2000 von der UBS für den besten Drachen.

2016 Christiane Bruhns, NRV
2017 Udo Lamberti
2018 Christiane Bruhns, NRV
2019 Christiane Bruhns, NRV
2020 Michael Meister, NRV
2021 Sönke Bruhns, NRV

1. Holzmast-Drachen

gestiftet 2003 von Joerg-Peter Müller für den schnellsten Holzmast-Drachen.

2016 nicht vergeben
2017 Udo Lamberti
2018 Gregor Roning
2019 Christiane Bruhns, NRV
2020 Michael Meister, NRV
2021 Sönke Bruhns, NRV

2. Holzmast-Drachen

gestifet 2010 von Joer-Peter Müller für den zweitplazierten Holz-Drachen mit Holzrig.

2016 Günther Kordts, NRV
2017 Robin Broszio, NRV
2018 Jörg-Peter Müller, NRV
2019 Andreas Borrnk, HSC
2020 nicht vergeben
2021 nicht vergeben

3. Holzmast-Drachen

gestifet 2010 von Joer-Peter Müller für den drittplazierten Holz-Drachen mit Holzrig.

2016 nicht vergeben
2017 nicht vergeben
2018 Jörn Eberhard, HSC
2019 Jörn Eberhard, HSC
2020 nicht vergeben
2021 nicht vergeben

Halbmodell Sharpie

gestiftet von der Deutschen Sharpie-Vereinigung für das beste Sharpie.

2016 Wolfgang Frank, HSC
2017 Christian Fischer, SGH
2018 Uwe Peters, TSVS
2019 Christian Fischer, SSV
2020 Wolfgang Frank, HSC
2021 Christian Fischer, SSV

Hilke’s Leutturm

gestifetet 2007 von Hilke und Horst Reuter für die schnellste Hansa-Jolle.

2016 Nils-Geertsen Schildt, BSC
2017 Nils-Geertsen Schildt, BSC
2018 Tim Kröger, NRV
2019 Nils-Geertsen Schildt, BSC
2020 Nils-Geertsen Schildt, BSC
2021 Nils-Geertsen Schildt, BSC

Siegerschale

gestiftet vom HSC für den Gesamtsieger.

2016 Stefan Stefula, SRV
2017 Manfred Götz, SRV
2018 Claas Würdemann, SLRV
2019 Julius Hahne, BSC
2020 Dirk Frischmuth, HSC
2021 Jochen Brecht, HSC

29. Hamburg Summer Classics 2021 

Was ist schlimmer? Flaute und Regen oder böiger Wind und Regen? Bei Wind ist man jedenfalls beschäftigt und kann das Segeln so richtig genießen, wie die alte Holz-Jolle unter Spi über die Alster glitscht. Juhu, das geht ab.

Bei der 2. Wettfahrt am Sonntag waren auch nur 36 der ursprünglich 51 angetretenen Holzjollen, Jollenkreuzer  und Kielschiffe auf der Bahn. Das Wetter war für Mitte August doch recht garstig: Grau und regnerisch unter 20 Grad und einem frischen Südwestwind mit sechser Böen. Eigentlich kein Problem bei richtiger Besegelung bis dann die böse Böe kommt. Keiner weiß genau warum, aber Autors Berliner H-Jolle HERTA 2 hat es auf der Kreuz einfach umgekippt, das war’s dann mit dem fröhlichen Glitschen. Später wurde der Wind dann wieder handzahmer, aber die Regenschauer sind geblieben. Trotzdem hatten wie immer alle Spaß an einem schönen Regatta- Wochenende, am Wiedertreffen alter Segelfreunde und dem Schaulaufen der lackierten Schönheiten.

 

Am Samstag war der Wind eher einschläfernd, Johann-Nikolaus Andreäe und sein motiviertes Team konnten trotzdem 2 Wettfahrten sauber über die die Alster-Runde bringen. Für einige Auswärtige war der Känguru-Start eine Herausforderung und auch die Tonnen – Abfolge: 3, 4, 2, 3, 1, 2, 5, 6, 2 Ziel mit den Alster-Typischen Windlöchern und -Drehern war nicht jedermanns Sache. Immerhin konnte man nach der Hitzeschlacht im Vorjahr aufatmen, Gott sei Dank noch keine Klima-Katastrophe, einfach normales Hamburger Wetter. Naja, zum Glück leben wir nicht in der Eifel und auch das östliche Mittelmeer macht den Klima-Wandel mehr als deutlich.

  

JN (Johann-Nikolaus) und WD (Wolf-Dieter) haben den Hut aufgesetzt und ein motiviertes Team von Helfern aufgeboten und so konnten immerhin 55 Meldungen registriert werden. Auch  Manfred Götz aus Seebruck mit seiner Chiemsee Plätte LATERZA war wieder dabei und hat sein Tragerl (Kasten) bayerisches Bier abgeliefert, gesegelt ist er auch gut und auf Platz 7 gelandet.

       

Stark vertreten war die 12 Fuß Dinghy Klasse mit fünf Booten, die alle in den vorderen Rängen landeten. Känguru-Schreck Jochen Brecht hat dann auch gewonnen, es ist auch mit einer H-Jolle schwierig in 40 Minuten 15 Minuten Vorsprung aufzuholen. H-Jollen gab es diesmal 12 Stück (die beiden Elb H-Jollen eingerechnet) 4 Hansa-Jollen, die ihre Elbe Tour mit der Summer Classics abschlossen, angereistüber den Hafen und die Alsterfleete. Ein paar Sharpies und Piraten, Drachen und O-Jollen und viele andere Klassen waren vertreten, wenn auch meist nur mit einem Boot. Allesamt wunderschöne Holz-Unikate, hervorragende Bootsbauer-Arbeit aus dem letzten Jahrhundert, liebevoll gepflegt von ihren Eignern und in die Neuzeit getragen. Klar das keiner sein Schätzchen gerne einer hart gesegelten Starkwind-Regatta aussetzt. Gekracht hat es leider trotzdem: Ein Drachen ist dem Mälar 22 über’s Heck gefahren und hat das Achterstag abrasiert – der Mast ist trotzdem stehen geblieben, aber die Wettfahrt war gelaufen. Am Sonntag war die Rede auch von einem Loch in einer Hansa-Jolle, reingeschossen von einem Bug eines Gegners, nichts Genaues weiß man nicht, die Eigner werden sich geeinigt haben. Trotzdem immer wieder ein Stich ins Herz wenn das lackierte Holz splittert.

Am Sonntag um 2 Uhr nachmittags konnte WD dann die Preisverteilung abhalten, in die Länge gezogen durch zahlreiche Sonderpreise, gekrönt durch eine Super-Uhr von GARMIN und 2 Petroleumleuchten von TOPLICHT. Ein Töpfchen Lack von EPIFANES gab es für fast jedes Boot und das HOSTEN Frei-Bier hat auch allen geschmeckt. Gesamtsieger Jochen Brecht hat eine schöne Dankesrede gehalten, dem Team gebührt aller Respekt. Auf die Ränge kamen : 2. Jens und Christian Ruppert mit der Alt H-Jolle LUMPAZI, 3. Daniel und Fritz Baum auf der Elb H-Jolle FRIDA , 4. Andreas Fuhrhop auf dem 12 Fuß Dinghy TONI und 5. Der einzige Holzmast Drachen MAROTTE mit Soenke und Christiane Bruhns und Christian Halbig. Richtig Happy waren auch Vincent Penner, mit 11 Jahren jüngster Teilnehmer, der mit Benjamin Frahm und dem Piraten AKULA auf Platz 13 landete und die Oldie- Gang Günter Daubenmerkel, Uwe Peters (Sharpie VERY OLD, 45.) und Bernd Metz, (Weserjolle AELSKLING, 22.) die allesamt schon das 8. Jahrzehnt erreicht haben – segeln hält jung. 
So ging dann auch diese 29. Traditionelle Holzboot-Regatta mit vielen glücklichen Gesichtern und überschaubaren Schäden zu Ende. Willkommen zur 30. Ausgabe 2022. Claus, du fehlst.      

Tommy Loewe, August 2021

Fotos: Karin Krugler-Felsch und Pepe Hartmann
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