Unser Start um 19 Uhr mit 13 anderen Booten in vier Gruppen von Möltenort in der Kieler Förde war perfekt getimt. In den Sonnenuntergang Richtung Norden bei stabilem Westwind. Schnell steht der Spi; zunächst ein leichter, dann folgt ein Segelwechsel, weil der Wind auf 15 Knoten ansteigt.

Es geht um Meilen. Wer in 24 Stunden die längste Strecke segelt, gewinnt. Jedes Anlegen im Hafen mit Fotobeweis für Landzugang bringt vier extra Seemeilen.
In der Dunkelheit peilen wir Marstal an durch ein enges Fahrwasser mit unbefeuerten, schwer zu findenden Tonnen. Kurz danach legen wir in Bagenkop wieder an. Treue Begleiterinnen auf der Strecke sind Undine und Trigon – in fast allen Häfen treffen wir uns.

Bald dämmert es schon wieder. Der Wind nimmt ab, dreht nach Süd und verlässt uns. Ein paar Stunden Flaute ermöglichen Zeit für Frühstück und mehr Schlaf, bevor der Wind – günstig für uns – langsam auf Ost dreht. Er bläst uns uns, wieder auf stabile 14 Knoten steigend, nach ein paar Kreuzschlägen vor Langeland auf Spikurs Richtung Kieler Förde.
Grandios kalkuliert und mit immer schneller werdenden Anlegemanövern sichern wir noch Hafenpunkte in Strande, Wendtorf und Schilksee und segeln bei böigem Wind unter Land noch ein wenig Richtung Innenförde für die letzten Sammelmeilen. Mit Sicherheitspuffer fahren wir um 18:59 Uhr über die Ziellinie vor Mönkeberg. Ab 19:02 Uhr ist das Ziel nämlich nicht gleich geschlossen, aber es droht eine Zeitstrafe. Mit 117 gesegelten Meilen plus 20 „Hafenmeilen“ werden wir Vierte in unserer Gruppe mit vier Booten, wobei die anderen drei vor allem durch mehr Anleger mehr Punkte gesammelt haben.

Bericht: RubiX Crew





